Inhalt
Fakten
Hersteller
KFA2
Release
Anfang Januar 2023
Produkt
Grafikkarte
Webseite
Preis
979 Euro
Media (13)







Einleitung & Datenblatt
Einleitung
Ursprünglich hat NVIDIA eine GeForce RTX 4080 mit 12 Gigabyte Videospeicher geplant, doch nach einem großen Shitstorm wurde diese auf „4070 Ti“ umbenannt. Unsere Redaktion hat nun ein Custom-Modell vom Grafikkarten-Experten KFA2 erhalten: die GeForce RTX 4070 Ti SG.
Über KFA2
Originally founded in 1994 as Galaxy Microsystems LTD and has grown exponentially in Hong Kong, Southeast Asia, China and Europe. After years of private labeling for many tier one brands in the US, in 2007 Galaxy entered the US etail and channel market. As consumer demand increased, Galaxy entered the retail space in 2009 to help further distribute their aggressively priced high quality cards. To better serve our growing global customer base, Galaxy along with its European brand KFA2 has undergone a overall brand update and refresh on product design in 2014 to form stronger portfolio for the worldwide marketplace.
Datenblatt
- Anschlüsse: 1x HDMI 2.1a, 3x DisplayPort 1.4a
- Grafik: NVIDIA GeForce RTX 4070 Ti - 12GB GDDR6X - Desktop
- Chip: AD104-400-A1 "Ada Lovelace", 60SM, 295mm²
- Fertigung: TSMC 4N
- Chiptakt: 2310MHz, Boost: 2685MHz (OC Mode)
- Speicher: 12GB GDDR6X, 1313MHz, 21Gbps (21008MHz effektiv), 192bit, 504GB/s
- Shader-Einheiten/TMUs/ROPs: 7680/240/80
- TDP/TGP: 285W (NVIDIA)
- Externe Stromversorgung: 1x 16-Pin PCIe 5.0 (via Adapter: 2x 8-Pin PCIe)
- Kühlung: 3x Axial-Lüfter (102mm + 2x 92mm) + optionaler Zusatzlüfter für Rückseite (92mm, KFA2 1-Clip Booster 2.0)
- Gesamthöhe: Quad-Slot (3.2 Slots)
- Abmessungen: 320x133x62mm
- Besonderheiten: Echtzeit-Raytracing (60 Cores), Tensor Cores (240), NVIDIA G-Sync, NVIDIA VR-Ready, AV1 Decode, HDCP 2.3, 0dB-Zero-Fan-Modus, Backplate, LED-Beleuchtung (RGB), inkl. Grafikkarten-Halterung, Boost-Takt übertaktet (+75MHz)
- Schnittstelle: PCIe 4.0 x16
- Rechenleistung: 41.24 TFLOPS (FP32), 644 GFLOPS (FP64)
- DirectX: 12 Ultimate (12_2)
- OpenGL: 4.6
- OpenCL: 3.0
- Vulkan: 1.3
- Shader Modell: 6.6
- Herstellergarantie: zwei Jahre (Abwicklung über Händler)
- Hinweis: OC Mode (1-Click OC) freischaltbar via Xtreme Tuner Plus. Chiptakt bei Auslieferung: 2310MHz/2670MHz
Preis: 980 Euro (Stand: 21.03.2023)
Testplattform
- Mainboard: ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
- Prozessor: AMD Ryzen 9 7950X
- Arbeitsspeicher: Kingston FURY Renegade RGB DIMM Kit 32GB DDR5-6000
- Prozessorkühler: Alpenföhn Gletscherwasser 360 High Speed
- Wärmeleitpaste: Arctic MX-5
- Netzteil: Seasonic Prime TX-1600
- Soundkarte: Creative Sound BlasterX AE-5 PLUS
- Festplatten: ADATA XPG Gammix S70 Blade 2TB
- Gehäuse: be quiet! Silent Base 802 weiß
- Betriebssystem: Windows 11 Home 64-Bit
- Peripherie: Razer Viper Ultimate, Sharkoon PureWriter RGB, EPOS Sennheiser GSP 670
- Monitor: LG UltraGear 48GQ900-B
- Zimmertemperatur: ca. 21°C
- Treiber: GeForce 528.49 WHQL (NVIDIA), Radeon Software Adrenalin 22.12.2 WHQL (AMD)
4070 Ti im Überblick
Die GeForce RTX 4070 Ti ist die dritte Grafikkarte von NVIDIA, welche auf die neue „Ada Lovelace“ Architektur setzt. Die GPU „AD104“ ist mit 35,8 Milliarden Transistoren deutlich komplexer als der GA102 auf der RTX 3090 (Ti) mit 28 Milliarden Schaltungen. Die Größe ist mit 295 mm² kleiner. Möglich ist dies durch TSMCs N4-Prozess, der deutlich kleinere Strukturen als Samsungs 8-nm-Fertigung bietet. Die 4070 Ti kommt mit 60 Streaming-Multiprocessors und 7.680 FP32-ALUs daher.
Das Temperatur-Target beträgt wie von NVIDIA gewohnt 82 °C, händisch kann es auf 88 °C erhöht werden. Das Power-Target liegt ab Werk bei 285 Watt. Ebenfalls neu ist der 12+4-Pin-Stromstecker nach PCIe-5.0-Norm (12VHPWR), der über ein Kabel bis zu 600 Watt elektrische Leistung bereitstellen kann.
Monitore können an der GeForce RTX 4070 Ti über eine HDMI-2.1-Schnittstelle oder über drei DisplayPort-1.4-Ausgänge mit DSC angesteuert werden. DisplayPort 2.0 unterstützen der AD104 und die anderen Ada-Lovelace-GPUs nicht. Dasselbe gilt für PCIe 5.0, die Grafikkarte kann nur mit dem PCIe-4.0-Standard umgehen.
Raytracing
Erneut steht im Fokus die gesteigerte Raytracing-Leistung. Zur Erklärung: Die Technologie bietet im Grunde eine realistische Simulation von Licht und damit einhergehend Schatten und Reflexionen.
DLSS 3.0
Derzeit ausschließlich und exklusiv können Grafikkarten der 4000er-Serie DLSS 3.0 nutzen. Im Kern ist DLSS 3 nach wie vor DLSS 2, dessen Technologie und Feature-Set 1:1 übernommen wurde. Alle vier bekannten Qualitäts-Modi bleiben aus diesem Grund vorhanden und können in DLSS-3-Titeln wie gewohnt eingestellt werden. Es kommt aber ein wichtiges Feature dazu: Frame Generation (FG). Titel, die DLSS 3 unterstützen, werden diese Funktion auch genau so nennen.
Zur Erklärung: In DLSS 3.0 werden während des Einsatzes ganze Frames von der KI erzeugt und zwischen die „echten“, also tatsächlich von der CPU und Grafikkarte berechneten Bilder eingefügt. Das funktioniert folgendermaßen: Die Grafikkarte berechnet etwa mit DLSS-Performance ein Bild in Viertelauflösung, darauf wird dieses als erstes Bild zurückgehalten. Wenn der zweite, ebenfalls mittels DLSS in reduzierter Auflösung erstellte, zweite Frame von der Grafikkarte berechnet wurde, wird der erste, bislang zurückgehaltene Frame, dazu genutzt, aus den Informationen des ersten mithilfe des zweiten Frames einen komplett neuen, von der KI erstellten Frame zu interpolieren.
Darauf wird Frame 1, der generierte KI-Frame (NVIDIA nennt diesen „Frame 1.5“), vor dem zweiten Frame ausgegeben. Letzterer dient zugleich wieder als Basis für die folgende KI-Berechnung („Frame 2.5“). DLSS 3.0 rendert also immer einen Frame, darauf folgt ein KI-Frame, darauf ein weiterer berechneter Frame, dann wieder ein KI-Frame. Jeder zweite Frame mit DLSS 3.0 ist also ein von der KI erzeugtes, „unechtes“ Bild, das zwischen tatsächlich gerenderten Frames, aus deren Informationen der KI-Frame erstellt wurde, eingeschoben wird. Vereinfacht sieht das Ganze so aus - Ausgang ist Viertelauflösung, also DLSS-Performance. In diesem Fall rendert die Grafikkarte also nur ein Achtel der tatsächlich auf dem Bildschirm sichtbaren Pixel. Der Rest entstammt dem Upsampling und den im Wechsel eingeschobenen KI-Frames.
Reflex
Ein weiterer elementarer Bestandteil von DLSS 3.0 ist das ebenfalls von NVIDIA stammende Reflex. Dieses Tool dient im Normalfall dazu, die Systemlatenzen auszulesen, also etwa Ihre Latenz von Display, Maus und Grafikkarte zu erfassen und etwa ihre Reaktionszeit zu messen. Dank ins Spiel integrierter API kann Reflex allerdings auch Einfluss auf die Render-Queue nehmen. Mit diesem Eingriff können Latenzen verringert werden, denn im Normalfall hält die CPU bereits von ihr berechnete Frames zurück, bevor diese an die Grafikkarte zur Weiterverarbeitung gereicht werden. Der Grund dafür ist, dass so die Grafikkarte besser ausgelastet werden kann, da stets ein oder mehrere CPU-Frames in der Hinterhand gehalten werden, die GPU somit auch gefüttert werden kann, wenn es bei der CPU, dem Streaming oder dem Nachladen hängt. Diese zurückgehaltenen Frames erhöhen allerdings auch den Input-Lag, da diese Frames bereits so weit berechnet sind, dass ihre aktuelle Eingabe etwa an der Maus nicht mehr berücksichtigt werden kann. Dies ist natürlich insbesondere in schnellen Shootern unerwünscht - und in diesem Fall hilft Reflex ab.
Die Implementierung von Reflex ist für DLSS 3.0 wichtig, da es gegenüber nativem Rendering (oder auch gegenüber DLSS 2.x, FSR 2.x und XeSS) einen zusätzlichen Frame zurückbehält, um von diesem die KI-generierten Frames abzuleiten. Mit DLSS 3.0 würde also eine zusätzliche, für nicht wenige Spieler wohl merkliche Latenz entstehen, wenn Reflex nicht zum Einsatz käme. Mit DLSS 3.0 samt Reflex ist die Eingabelatenzen in etwa vergleichbar mit dem Spiel bei nativer Auflösung und gleicher Frame-Berechnungszeit.
Die Karte im Detail
Verarbeitung und Technik
Die schwarz-graue KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG setzt auf eine üppige Quad-Slot-Bauweise und misst 320x133x62 mm. Unser Testmuster taktet mit 2.310 MHz (GPU-Basistakt) bzw. 2.685 MHz (OC-Mode). Der 12 GB GDDR6X Grafikspeicher taktet mit 21.008 MHz (effektiv). Per Overclocking-Tool KFA2 Xtreme Tuner Software konnten wir den GPU-Takt auf 2.720 MHz anheben - der Speicher machte +200 MHz mit.
Die Kühlung erfolgt über zwei große Alu-Finnenblöcke, die über mehrere Kuper-Heatpipes verbunden sind und drei temperaturgesteuerte Axial-Lüfter (1x 102mm und 2x 92mm). An der Rückseite kann zusätzlich ein 92-mm-Lüfter (KFA2 1-Clip Booster 2.0) angebracht werden, der die Kühlleistung geringfügig verbessert (2-3°C geringere GPU-Temperatur unter Last). Die Metall-Backplate sorgt für eine höhere Stabilität. Praktisch: Im Lieferumfang liegt eine anpassbare Stütze bei. Strom wird über den 16-Pin PCIe 5.0 Stecker (via Adapter: 2x 8-Pin PCIe) zugeführt.
Für eine Bildübertragung von 4K-/Ultra-HD-Auflösungen bei 60 Hertz stehen insgesamt drei DisplayPorts-1.4a- und ein HDMI-2.1-Anschluss bereit.
Puncto Verarbeitungsqualität gibt es an unserem Testmuster nichts zu bemängeln.
RGB-Beleuchtung und Software
Per hauseigener Xtreme-Tuner-Software, die auch via Smartphone-App angesteuert werden kann, lassen sich die RGB-Beleuchtung (Schriftzug und Linien + Extralüfter), Lüftergeschwindigkeit und Taktraten (Grafikchip und Videospeicher) anpassen.
Preis und Verfügbarkeit
Die KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG geht ab sofort für knapp 980 Euro (Stand: 21.03.2023) über den Ladentisch. Thema Verfügbarkeit: Zum Testzeitpunkt war die Karte im Handel verfügbar.
Testvideo
Hitman 3
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Hitman 3
Assassins Creed: Valhalla
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Assassins Creed: Valhalla
Shadow of the Tomb Raider
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Shadow of the Tomb Raider
Far Cry 6
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Far Cry 6
The Witcher 3
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - The Witcher 3
Forza Horizon 5
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Forza Horizon 5
Raytracing Benchmarks
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Cyberpunk 2077 (Raytracing)
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Watch Dogs Legion (Raytracing)
DLSS 3 Benchmarks
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Cyberpunk 2077 (DLSS 3)
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - F1 2022 (DLSS 3)
Lautstärke
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Lautstärke
Temperaturen
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Temperaturen
Leistungsaufnahme
KFA2 GeForce RTX 4070 Ti SG - Leistungsaufnahme
Fazit & Wertung
Christoph meint: Verdammt flott und etwas erschwinglicher!
“Knapp 980 Euro für eine NVIDIA 70er-Karte sind weit entfernt von einem Schnäppchen, doch dafür bekommt man auch einiges für sein Geld geboten. Der mittlerweile dritte Ableger aus der neuen GeForce RTX 4000er Serie bietet mehr als genug Leistung für aktuelle und kommende AAA-Titel. Selbst 4K-Auflösung und 60 FPS stellen für die GeForce RTX 4070 Ti kein unlösbares Problem dar. Tatsächlich ist das FPS-Preis-Verhältnis besser als beim großen Bruder (4080). Noch ein paar Worte zu unserem Testmuster von KFA2: Neben der ordentlichen Leistung wissen auch Verarbeitungsqualität, Overclocking-Potenzial und Design (schicke und anpassbare RGB-Beleuchtung) zu gefallen. Einen großen Pluspunkt gibt es auch für das durchdachte Kühlkonzept.

- saubere und hochwertige Verarbeitung
- sehr hohe Gaming-Leistung
- Leistungsaufnahme hält sich in Grenzen
- Anschlussmöglichkeiten
- moderne Technik (Raytracing, DLSS 3.0)
- effektive und recht leise Kühlung
- semipassiv Kühlkonzept
- anpassbare RGB-Beleuchtung
- ordentliches Werks-OC (GPU)
- Overclocking-Potenzial
- übersichtliche Software (auch per App steuerbar)
- Grafikkarten-Stütze im Lieferumfang enthalten
- Verfügbarkeit
- hoher Preis
- Maße und Gewicht
- Lüfter unter Last leicht hörbar

